Hagelschaden am Auto – was tun?

Gerade liegt man noch in der Sonne oder sitzt bei einer Brotzeit im Biergarten, da kommen dunkle Wolken und Donnergrollen immer näher. Ein starkes Gewitter zieht auf und bringt neben strömendem Regen auch Hagel mit sich. Und das Auto steht nicht in einer Garage. Anschließend ist das Auto mit Einschlägen und Dellen übersät. Es hat einen Hagelschaden. Wie man damit umgeht, was die Versicherung zahlt und welche Reparaturmöglichkeiten es gibt, ist hier zusammengefasst.

Mit einem Hagelschaden bleiben Sie nicht im Regen stehen. Sowohl Dellen als auch Glasbruch sind durch eine Teilkaskoversicherung abgedeckt. Dennoch ist es wichtig, den Schaden innerhalb der nachfolgenden Tage der Kfz-Versicherung zu melden. Da die Versicherung einen Gutachter zur Prüfung des Fahrzeugs bestellt, ist es unbedingt notwendig, den Schaden nicht vorab reparieren zu lassen. In der Zwischenzeit können Sie das Fahrzeug ganz normal weiter nutzen. Sollte der Hagel Ihre Scheiben beschädigt haben, müssen Sie zwischenzeitlich auf Ihr Auto verzichten, da es sich dabei um sicherheitsrelevante Bauteile handelt.

Für die einwandfreie Erstellung des Gutachtens sollte das Fahrzeug gewaschen und trocken sein. Die Schäden kann der Gutachter mithilfe eines Dellenreflektors feststellen. Der abschließende Bericht für die Versicherung geht Ihnen dann als Kopie zu. Im Anschluss daran können Sie Ihr Fahrzeug reparieren lassen.

Reparaturmöglichkeiten

Bei der Reparatur gibt es drei Möglichkeiten: Sie können eine Partnerwerkstatt Ihrer Versicherung aufsuchen. Der Vorteil hierbei ist, dass die Werkstatt die Zahlung direkt mit der Versicherung abwickelt. Es ist aber ebenso möglich, dass Sie Ihr Fahrzeug in der Werkstatt Ihres Vertrauens reparieren lassen. Dann muss die Rechnung vorab bezahlt werden und kann anschließend bei der Versicherung eingereicht werden, die die Summe zurückerstattet. Sie können sich die vom Gutachter kalkulierten Kosten aber auch ohne Reparatur auszahlen lassen. Eine solche ist nämlich nicht zwingend notwendig.

Sonderfall Leasing

Sollten Sie Ihr Fahrzeug geleast haben, ist es bei einem Hagelschaden unbedingt erforderlich, dass der Leasinggeber informiert wird. Ein Hagelschaden ist aber auch hier in der Regel ebenfalls über den Versicherungsschutz abgedeckt.

Hagelschaden vermeiden

Ein Hagelschaden ist also nicht so dramatisch, dennoch ist die Behebung mit Aufwand verbunden. Um ihn zu vermeiden, gibt es einige sehr nützliche Tipps. Falls Sie einen überdachten Stellplatz oder eine Garage haben, ist es sinnvoll, diese in jedem Fall zu nutzen. Wenn Sie unterwegs sind, sind Parkhäuser eine gute Möglichkeit, das Auto vor Hagel zu schützen. Als Alternative gibt es auch Hagelschutzmatten, die mithilfe von Magneten am Fahrzeug befestigt werden. Diese bieten zwar keinen hundertprozentigen Schutz, können mögliche Schäden aber abmildern. Außerdem können Sie sich eine Hagelschutz-App auf Ihrem Smartphone installieren, um vorab vor möglichem Hagel gewarnt zu werden. Dann haben Sie noch genug Zeit, Ihr Auto sicher unterzustellen.

Quellen: VFR Verlag für Rechtsjournalismus GmbH | Allianz Deutschland AG

Hagelschaden an einem Autodach